Skip to main content

Grundlagen

Eine Leuchtdiode hat grundsätzlich die selben Eigenschaften wie eine herkömmliche Diode, sie leitet Strom nur in eine Richtung. Im Vergleich zur herkömmlichen Diode hat sie aber einen Vorteil: Wenn sie den Strom leitet, emmitiert sie Licht, das heißt, sie strahlt Licht ab. Daher kommt auch der Name: Light Emitting Diode, also Lichtabstrahlende Diode.

Das Material, aus der die LED gebaut wurde, entscheidet die Farbe der LED.

Im Vergleich zu einer herkömmlichen Diode unterscheidet sie sich in ein paar wichtigen Punkten:

Durchlassspannung (VF, Forward-Voltage)

Das ist die Spannung, die mindestens an der Leuchtdiode anliegen muss, damit sie den Strom durchlässt. Diese Spannung ist bei herkömmlichen Dioden meist im Bereich von 0,6V. Bei Leuchtdioden ist die Spannung meist abhängig von der Farbe und beträgt zwischen 2V (rot) und 8V (Ultraviolett). Dies ist auch die Spannung, die zur Berechnung des Vorwiderstands herangezogen wird.

Rückwärtsspannung (VRev, Reverse-Voltage)

Das ist die Spannung, die in Sperrrichtung (also in die Richtung, in der die LED nicht leitet) angelegt werden darf. Diese Spannung ist im Vergleich zu herkömmlichen Dioden deutlich kleiner, als Beispiel beträgt diese bei der Standard-1N4148 Diode 75V. Bei Leuchtdioden beträgt diese ca. 5V.

Eine höhere Spannung an der LED in Sperrichtung zerstört diese!

Vorwärtsstrom (IF, Continuous Forward Current)

Der Vorwärtsstrom ist der Strom, der fließen sollte, damit die LED mit der angegebenen Helligkeit leuchtet. Meist können die LEDs auch kurzzeitig mit einem deutlich höheren Strom belastet werden, dieser heißt dann Peak Forward Current und wird zum Beispiel zur PWM-Ansteuerung benutzt. Der Vorwärtsstrom bei handelsüblichen LEDs beträgt ca. 20mA, bei low-current LEDs wenige mA.

Dieser Strom in Kombination mit der Durchlassspannung wird zur Ermittlung des Vorwiderstands benötigt.